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RAID theoretisch... RAID (Redundant Array of Independent Disks) bietet verschiedene Moeglichkeiten, mehrere Festplatten zu Datentraegersaetzen (Arrays) zusammenzufassen um dadurch eine erhoehte Datensicherheit und/oder Performance-Vorteile zu realisieren. Es gibt verschiedene RAID-Arten, die als sogenannte RAID-Level definiert sind... RAID-0 (Data-Striping): Hierbei werden die Daten zur Erhoehung des Durchsatzes gleichmaessig auf mehrere Laufwerke verteilt. Dieses RAID-Level ist eigentlich kein echtes RAID, da es keine Daten-Redundanz bietet sondern schlichtweg auf Performance-Gewinn ausgerichtet ist. Der Datendurchsatz liegt etwas unterhalb der Summe des Datendurchsatzes der Einzellaufwerke. RAID-1 (Data Mirroring): Die Daten werden gespiegelt, d.h. es werden die identischen Daten auf 2 Laufwerken abgelegt. Im Falle des Versagens eines der Laufwerke koennen die Daten vom anderen Laufwerk rekonstruiert werden. Der Datendurchsatz liegt etwas unterhalb dem eines Einzellaufwerkes. RAID-2 (Data-Striping with ECC Error Correction) ...wird nicht mehr verwendet, da moderne Festplatten selbst Error-Correction unterstuetzen. RAID-3 (Data-Byte-Striping with dedicate Parity-Informations) ...wird nicht mehr verwendet, da spezielle Laufwerke erforderlich sind. Verfahren siehe RAID-4. RAID-4 (Data-Sector-Striping with dedicate Parity-Informations) Hierbei werden die Daten wie bei RAID-0 ueber mehrere Laufwerke verteilt. Weiterhin werden Parity-Informationen (Pruefsummen) auf einem zusaetzlichen Laufwerk abgelegt. Im Falle des Versagens eines der Laufwerke koennen die Daten aus den verbleibenden Laufwerken und den Parity-Informationen wiederhergestellt werden. RAID-5 (Data-Sector-Striping with Parity-Informations) Dieser RAID-Level entspricht weitestgehend dem Vorhergehenden mit der Ausnahme, dass die Parity-Informationen nicht auf einem Laufwerk gespeichert sondern gleichmaessig ueber alle Laufwerke verteilt werden. RAID-6 (Data-Sector-Striping with multiple Parity-Informations) Entspricht weitgehend RAID-Level 5. Allerdings werden die Parity-Informationen mehrfach gespeichert, sodass auch der Ausfall mehr als eines Laufwerkes kompensiert werden kann. RAID-7 (RAID-4 with Write-Cache) Entspricht RAID-Level 4 mit zusaetzlichem Write-Cache. RAID-10 (Combined Data-Striping and Mirroring) RAID-10, korrekt RAID-1+0, kombiniert RAID-0 und RAID-1 indem 2 RAID-0 Stripe-Sets gespiegelt werden. Diese Variante erreicht hohe Performance und Datensicherheit. Der Datendurchsatz ist abhaengig von der Anzahl der verwendeten Laufwerke der Stripe-Sets. Er bewegt sich theoretisch ueberhalb des Datendurchsatzes eines Einzellaufwerkes und unterhalb des Datendurchsatzes eines Datentraegersatzes mit RAID-0. |
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RAID, IDE und ASUS... RAID und damit auch RAID-Controller sind von jeher eher eine Domaene fuer professionelle Rechnersysteme und basieren daher meist auf SCSI-Systemen. Erst in letzter Zeit, beguenstigt durch den gewaltigen Entwicklungsschub bei IDE-Systemen draengen zunehmend auch RAID-Controller fuer IDE auf den Markt. Der mittlerweilen wohl bekannteste Hersteller von RAID-Controller-Chips ist Promise. Promise hat einige verschiedene RAID-Controller-Chips im Angebot. Dazu gehoeren der PDC20262 (ATA-66), der PDC20265 (ATA-100/33MHz) und der PDC20267 (ATA-100/50MHz). Waehrend der PDC20267 nur auf Promises eigenen Controllern eingesetzt wird, sind die beiden anderen Chips auch auf diversen Platinen anderer Hersteller sowie einigen Mainboards zu finden. Vom Funktionsumfang ist der PDC20265, abgesehen von der etwas hoeheren Taktung (die in der Praxis allerdings kaum eine Rolle spielt), weitestgehend mit dem von Promise auf seinem eigenen RAID-Controller "FastTrak-100" verwendeten PDC20267 identisch. Fuer unsere Zwecke ist ausschließlich der PDC20265 interessant, da er von ASUS auf einigen Mainboards, unter anderem dem A7V, A7V133 und A7V266-E verwendet wird. ![]() Der PDC20265 ermöglicht es theoretisch, bis zu 4 Festplatten parallel mit den RAID-Leveln 0, 1 oder 10 zu betreiben. Allerdings werden die gebotenen Moeglichkeiten von vielen Herstellern aus lizenzrechtlichen Gruenden nicht oder nur teilweise genutzt. So bietet z.b. das ASUS A7V133 lediglich RAID 0 oder 1 fuer bis zu 2 Festplatten, das ASUS A7V gar nur ATA-100 ohne jeglichen RAID-Support. Interessant wird das Ganze durch die Tatsache, dass von Promise zur Ansteuerung des Chips ein (flashbares) BIOS verwendet wird. Dadurch verfuegen auch die Mainboards auf denen der PDC20265 Verwendung findet ueber eine Sektion im BIOS, die zur Ansteuerung desselben unbedingt erforderlich ist. Diese BIOS-Sektion entscheidet neben der externen Beschaltung massgeblich darueber, welche Rolle dem Chip auf dem jeweiligen Mainboard zugedacht wurde und welche nicht! Dadurch wird es möglich, einige kleinere Aenderungen an Hard- und/oder Software vorausgesetzt, den vollen Funktionsumfang auf den reglementierten Mainboards und Controllern "nachzuruesten". Dies gilt selbstverstaendlich auch fuer die Mainboards der A7V-Serie... |
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